About

Hallo –

ich bin Antje.

Geboren 1962, sah und hörte ich als kleines Mädchen beschlipsten Männern im Schwarzweiß-TV zu, wie sie mit ernster Miene fortwährendes wirtschaftliches Wachstum predigten. Mir war nicht ganz klar, wie das funktionieren sollte – wusste ich doch schon, dass sämtliche Lebewesen auf dieser Erde nach einer Art Höhepunkt, Blüte oder Reife allmählich abnehmen, welken und vergehen.

Ich war ungefähr zehn Jahre alt und trug Schlaghosen, als eine Störung im Getriebe den Optimismus der prosperierenden frühen Siebziger Jahre bremste: Eine Knappheit wurde offenbar. Plötzlich gab es zuwenig Benzin. Wir erlebten autofreie Sonntage und konnten uns zu Fuß oder mit unseren Klapp- und Bonanza-Fahrrädern auf den großen neuen Straßen tummeln. Wenig später, in der Oberstufe, waren Anti-Atomkraft-Buttons und Opas Pullover angesagt, wir strickten im Unterricht und ergatterten Möbel vom Sperrmüll, die wir aufarbeiteten. Reisen ohne eigenes Auto funktionierte prima, wir stellten uns einfach an den Straßenrand und hielten den Daumen raus ––

Ich glaubte lange Zeit, unsere Generation werde es schließlich richten. Wenn wir erst in den richtigen Positionen säßen, würden wir dem Wirtschaftswahnsinn ein Ende  bereiten, hoffte ich. Leider kam es anders.

Ich bin mit dem Herzen noch immer in dieser Zeit. „Small is beautiful“ ist das Credo, das mein Leben prägt und bereichert. Ich habe Freude daran, Dinge zu retten und mir vorzustellen, was ich Neues daraus machen kann. Ich liebe es, Materialien und Strukturen miteinander in Beziehung zu bringen, Vorgefundes umzudenken.

Auf diesen Seiten soll es im weitesten Sinne um Nachhaltigkeit und um einen verantwortungsvollen und kreativen Umgang mit Stoffen und Gütern gehen, die für andere schlichtweg „Müll“ sind.